CD-Kritik: Kraftklub – Mit K

25. Januar 2012 4
CD-Kritik: Kraftklub – Mit K
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KraftklubDie fünf Jungs von Kraftklub werden aktuell in Deutschland als die große Neuentdeckung des Jahres gefeiert. Dabei ist das Jahr erst wenige Tage alt!

Im letzten Jahr machte die Band zum ersten Mal im deutschen Fernsehen auf sich aufmerksam, als sie mit dem Song „Ich will nicht nach Berlin“ bei Stefan Raabs Bundesvision Songcontest teilnahmen. Am Ende belegten sie beim Zuschauervoting einen unglaublichen fünften Platz.

Von Lampenfieber war keine Spur! Auch wenn Kraftklub als „Newcomer“ betitelt werden, durfte die Band schon genügend Bühnenerfahrung sammeln. Bereits im Jahr 2009 spielten sie, damals noch unter dem Namen „Bernd Bass“, beim HipHop Festival splash!. Im gleichen Jahr wurde Kraftklub gegründet und ihre erste EP „Adonis Maximus“ aufgenommen. Nach dem Sieg beim „New Music Award“, der von verschiedenen ARD-Radiostationen verliehen wird, traten Kraftklub als Vorband für die Beatsteaks, Fettes Brot und Casper auf. Ende 2011 gingen sie auf lange Clubtour. Die sympatischen Chemnitzer spielten erstmals vor ausverkauften Häusern, obwohl noch nicht einmal ein Album veröffentlicht wurde.

Neben dem Tourstress wurde im letzten Jahr fleißig an neuen Songs gewerkelt. Das Ergebnis wurde nun auf ihrer ersten Platte „Mit K“ verewigt, welche am Freitag das Licht der Welt erblickte. Die Songs „Liebe„, „Scheissindiedisko“ und „Zu Jung“ waren schon auf „Adonis Maximus“ zu hören, wurden jedoch für das Albumdebüt noch einmal neu eingespielt und klingen nun kräftiger. Auch textlich weisen die Stücke teilweise Unterschiede auf. Der Fäkalhumor, der noch bei fast jedem Stück der EP zelebriert wurde, ist auf „Mit K“ nur an wenigen Stellen zu finden. Trotzdem geht die Platte steil.

Kraftklub sind längst angekommen. „Jetzt sind wir Kommerz, dank Medienpräsenz“, singt Sänger Felix im Song „Eure Mädchen“.  Ihre noch sehr junge Karriere, kann sich wirklich sehen lassen. Entdeckt wurde die Band übrigens von „Emo-Hip-Hopper“ Casper, der im letzten Jahr mit seinem Album “XOXO“ auf Platz 1 der Charts landete. Passend zu ihrem steigenden Erfolg wird im Song „Ritalin/Medikinet“ in einer Textzeile „Ich hab so viel zu erzählen, so viel ist geschehen, seit der 10.“ gesungen. Die Tracks auf „Mit K“ sind schnell und sehr Humorvoll.

KraftklubBands wie The Cure, Morrissey, The Hives, Tocotronic, die Sterne, Arctic Monkeys, Josh Homme und die Gallagher-Brüder werden namentlich erwähnt und kommen nicht immer gut dabei weg. Generell scheint Indiemusik das Feindbild der Karl-Marx- Städter zu sein. Der Refrain „Scheiß Indie, scheiß Indie, scheiß Indie, ich scheiß in die Disco“ aus dem Track „Scheissindiedisko“ macht’s deutlich. Ein gelungenes Debütalbum wie wir finden, was Lust auf weitere Live-Konzerte der Band macht. Ein Song stört uns dann aber  doch auf der sonst so schnellen Platte. „Kein Liebeslied“ ein ruhiges Lied, welches sich trotz seines Titels als echter Lovesong outet, ist zwar ein schmalziger Song, bei der die eine oder andere Dame sicherlich ein warmes Gefühl ums Herz bekommt, aber leider nicht zur restlichen Platte passt. Vielleicht muss ein „Mainstream“-Song auf einer Platte einfach sein, doch der Song ist uns einfach zu schnulzig.

Mit „Karl-Marx-Stadt“ singen die „original Ostler“ eine Hymne auf ihre Heimatstadt Chemnitz. „Ich bin nicht mal cool in einer Stadt/Die voll mit Nazis ist, mit Rentnern und Hools“, regt auch in einem eigentlich lustig gemeinten Song zum Nachdenken an. Kraftklub halten die Waage zwischen humorvollen Texten und Ernsthaftigkeit. In eine Schublade lässt sich die Band jedenfalls nicht Stecken, dass beweisen auch ihre letzten Festivalauftritte. Kraftklub wurde in der Vergangenheit für Rock-Festivals wie Rock am Ring als auch für HipHop-Festivals wie dem Splash! gebucht. Bei uns läuft „Mit K“ momentan rauf und runter.

Im April ist die Band mit ihrer neuen Platte wieder auf Tour. Wir werden live vom Konzert aus Köln berichten.

 

Kraftklub - Mit K

Kraftklub – Mit K

Tracklist

01. Eure Mädchen
02. Ritalin/Medikinet
03. Ich will nicht nach Berlin
04. Liebe
05. Melancholie
06. Karl-Marx-Stadt
07. Songs für Liam
08. Kein Liebeslied
09. Lieblingsband (Oh Yeah)
10. Mein Leben
11. Scheissindiedisko
12. Zu Jung
13. Wieder Winter

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Kraftklub ab April wieder auf Tour. Tickets gibt es bei eventim und in unserem Ticket-Shop

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4 Comments »

  1. Rina Kata 25. Januar 2012 um 13:48 - Reply

    Gestern gekauft und sehr zu empfehlen!!

  2. Friederike Bredohl 25. Januar 2012 um 14:19 - Reply

    Derbe Geil!

  3. Sascha Schmidt 25. Januar 2012 um 14:54 - Reply

    Das beste deutschsprachige Album seit Jahren!

  4. Jan Lange 26. Januar 2012 um 00:07 - Reply

    Na geht doch schonmal!
    Das meiste is weg 😉
    Aber mal ne Frage: Es is ja OK, das ihr sagt das euch „kein liebeslied“ zu ruhig ist, aber direkt zusagen ruhig = Mainstream find ich etwas krass.
    Das Album ist echt der Hammer und Live sind die jungs noch 1000mal besser!
    Es gibt noch karten für die tour also kaufen! 😉

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