Deftones im Februar in Hamburg und Berlin

26. Oktober 2012 0
Deftones im Februar in Hamburg und Berlin
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Das Comeback der Deftones im Jahr 2010 geriet zum globalen Siegeszug. Nach ihrer Auszeit, die durch einen tragischen Schicksalsschlag innerhalb der Band zu einer fast vierjährigen Pause führte, erwarteten die Fans sehnlich die Rückkehr eines des einflussreichsten und kreativsten Rock Acts der vergangenen zwei Jahrzehnte. 2010 erschien endlich ihr sechstes Album Diamond Eyes und avancierte zum weltweiten Chartstürmer: Platz 6 in den USA, Platz 8 in Deutschland und mehr als ein Dutzend Top 20-Notierungen rund um den Globus. Darüber hinaus wurde Diamond Eyes von iTunes zum „Rockalbum des Jahres“ gekürt. Am 14. November erscheint nun mit Koi No Yokan (bei amazon vorbestellen) das siebte Album der emotionalen Rocker, auf dem sie neue Ebenen kraftvoller Dynamik ausloten. Am 25. und 26. Februar kommt das Quintett aus Sacramento mit dem neuen Material für zwei Konzerte in Hamburg und Berlin nach Deutschland.

Ob Alternative Rock, Alternative Metal oder NuMetal: In diesen Spielarten gelten die Deftones seit 15 Jahren zu den wegweisendsten Kräften der Szene. Jede ihrer Veröffentlichungen brachte enorme stilistische Fortschritte. In der Rolle als Rock-Entrepreneure stiegen sie zu einer der erfolgreichsten US-Bands auf. Rund fünf Millionen verkaufte Longplayer, drei Platin- und fünf Gold-Auszeichnungen sowie ein Grammy zählen zu ihrer Bilanz. Dabei haben die Deftones nie auf die sichere Bank gesetzt. Wichtiger war ihnen immer die Weiterentwicklung des eigenen Stils – und damit der gesamten Rockmusik.

Diese überbordende, innovative Kraft war schon zu spüren, als sich die Musiker 1988 in Sacramento zusammenfanden. Anstatt auf schnellen Erfolg zu hoffen, entwickelten sie über Jahre einen eigenständigen Sound, der sich bei Alternative Rock und modernem Metal bediente, gepaart mit sehnsuchtsvollen, intensiven Vocals und kraftvollen, zuweilen unkonventionell anmutenden Rhythmen. Das Debütalbum „Adrenaline“ erschien 1995 nach einigen Besetzungs- und Richtungswechseln und erzielte erste Achtungserfolge. Als 1997 die zweite CD Around The Fur herauskam, war der Weg bereitet. Mit den Nachfolgern White Pony und Deftones wurden Erfolg und Individualismus weiter untermauert – Top 5-Platzierungen in den USA, Australien, Deutschland und zahlreichen anderen Ländern waren die Folge.

Bereits mit der fünften Platte „Saturday Night Wrist“ zeichnete sich ab, dass Chino Moreno (Vocals), Stephen Carpenter (Gitarre), Chi Cheng (Bass), Abe Cunningham (Drums) und Frank Delgado (Keyboards, Turntables) weiter auf der Suche nach einem bislang ungehörten Sound waren. 2008 entstand mit „Eros“ ein unveröffentlichtes Album, dessen „Ergebnis nicht uns als Menschen und Künstlern entsprach“, wie Chino erklärte. Ein tragischer Autounfall von Chi Cheng im November 2008 warf die Deftones zusätzlich zurück. Cheng lag mehrere Monate im Koma und zeigte seinen Mitstreitern zufolge „langsame, aber sichtbare Fortschritte der Genesung“. Um sich von seinen schweren Verletzungen erholen zu können, wird er von Sergio Vega (ex-Quicksand) vertreten.

Mit ihm zusammen entstand auch Koi No Yokan, auf dem sich die Deftones wieder deutlich gesteigert haben. Das Album strotzt vor Dynamik, einem gekonnten Laut-Leise-Spiel und überraschend sphärischen Arrangements, wie auch die erste Singleauskopplung „Leathers“ oder das kostenlos über ihre Homepage downloadbare Epos „Tempest“ beweisen: Die kreativen Klangforscher sind ihrem ureigenen Sound treu geblieben, treiben ihn aber zugleich enorm nach vorne.

Tickets für die beiden Konzerte in Hamburg und Berlin gibt es ab sofort bei eventim und in unserem Ticket-Shop.

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