Interview: Paramore

27. September 2013 1
Interview: Paramore
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  Vor dem Konzert in Düsseldorf trafen wir Frontfrau Hayley Williams sowie Gitarrist Taylor York Backstage in der Mitsubishi Electric Halle zum Interview. Das dazugehörige Video findet ihr im unteren Bereich der Seite.

RaR-Blog: Wie geht es euch? Wie war euer Sommer? War er heiß?

Hayley WilliamsHayley: Uns geht es gut. Wir hatten eigentlich keinen richtigen heißen Sommer, denn wir waren in Europa über die Festivalsaison, wo wir schönes Wetter hatten, das war sehr cool. Danach waren wir in Süd-Amerika, wo jetzt Winter ist. So haben wir denn ganzen Sommer verpasst. Aber es ist ok. Es war wirklich cool und jetzt sind wir wieder hier.

RaR-Blog: Ihr wart auf den Soundtracks von Twilight und Transformers vertreten. Was ist das für ein Gefühl seine Musik in so großen Filmen zu hören?

Taylor: Es ist wirklich toll. Wir denken heute noch daran. Alles was wir im Moment machen ist so weit über dem hinaus was wir uns erträumt hätten. Bei diesen Filmen dabei zu sein ist einfach unglaublich. Es ist uns noch immer surreal wenn wir es im Kino hören. Hoffentlich bekommen wir noch mehrere Aufträge solcher Art.

RaR-Blog: Seid ihr Fans von den Filmen? Du (Hayley) hast doch die Twilight-Bücher gelesen. Magst du auch die Filme?

Hayley: Ich habe die Twilight-Bücher gelesen. Ich war bereits fertig bevor ich herausgefunden habe, dass sie einen Film drehen würden und wir den Soundtrack machen sollten. Es war total aufregend. Ich muss sagen ich war kein großer Fan von der ganzen Filmreihe. Ich mag nicht jeden Film. Ich bin froh über den ersten der Reihe, denn ich denke es ist der Beste. Bei Transformers ist das anders. Ich mag jeden Transformers-Film. Ich bin so eine Art „Nerd“, wenn es um solchen Sachen geht. Es ist wirklich cool. Einige unsere Arbeiten haben so eine düstere Art. Es ist wirklich cool da sunsere Songs mit Actionfilmen wie Transformers zusammengesetzt werden. Es ist so surreal. Du erwartest halt nicht, dass etwas was du in einem kleinen Raum geschrieben hast, irgendwann gespielt wird wenn außerirdische Roboter sich gegenseitig töten. Es ist so cool.

Taylor YorkRaR-Blog: War

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es für euch schwer nach dem Ausstieg von Josh und Zac Farror weiterzumachen? Wir habt ihr euch gefühlt?

Taylor: Es war eine Reise für uns. Freunde auf diesem Weg zu verlieren ist sehr hart. Eigentlich ist dieses Album (Paramore) das Beste was uns passieren konnte. Dieses Album brachte uns dazu weiter zu machen. Es ist einfach etwas was passieren musste. Wir sind jetzt an einem besseren Punkt angelangt. Es ist Vergangenheit und wir sind hier und es ist gut so.

RaR-Blog: Wolltet ihr mit den Namen des aktuellen Albums „Paramore“ ein Zeichen setzten um ein neues Kapitel einzuleiten?

Hayley: Ja, sogar ein neues Buch. Wir wollten einen Neustart, eine Auffrischung. Wir nutzen dieses Album um unsere neue Band zu präsentieren. Bei alten Fans sowie auch bei neuen Fans, die nie von uns gehört haben. Ich bin so stolz auf das Album und wäre glücklich wenn „Paramore“ das erste Album wäre welches die Fans von uns zu hören bekämen. Nicht das wir nicht auch darauf stolz sind was wir in den vergangen Jahren gemacht haben. Aber ich konnte mir nie vorstellen so verliebt in die Musik zu sein, die wir machen. Ich hatte noch nie solche Gefühlt für die Sache wie jetzt. Ich bin so stolz auf dieses Album.

RaR-Blog: Würdet ihr sagen dass ihr mit dem Album reifer und erwachsener geworden seid?

Hayley WilliamsHayley: Ja, ich würde sagen wir sind erwachsener geworden. Ich weiß eigentlich nicht, wie sich reifere Musik anhört. Ich wundere mich immer wenn Bands so etwas sagen. Es ist wirklich schwer zu sagen an welchen Punkt im Leben man erwachen geworden ist. Ich denke wir lernen an jeden einzelnen Tag und in jedem Jahr neue Sachen. Man verändert sich immer. Du lernst und erlebst neue Sachen. Das neue Album ist das Resultat von drei Jahren die voller neuer Erfahrungen steckten. Ich würde es jetzt nicht als unsere „erwachsene“ Platte bezeichnen, aber es ist „Paramore“ so wie wir vorher noch nie waren aber wie wir immer sein wollten.

RaR-Blog: Wolltet ihr mit dem Album von vornerein eine neue Richtung einschlagen oder hat sich das spontan ergeben?

Taylor: Von beidem ein bisschen. Mit jedem neuen Album willst du als Musiker ein besseres Album machen. Du willst Fortschritte machen und forderst dich selber damit heraus. Du willst, dass es die Menschen mehr lieben als das letzte Album. Ich denke jeder Musiker hat diese Mentalität oder sollte diese Mentalität haben. Ich denke es war dieser Grund aber auch der, dass wir uns verändern mussten. Am Anfang war es so, dass wir uns an den alten Songs halten wollten und wir versuchten trotzdem die Limits zu brechen. Aber dies funktionierte nicht. Wir glaubten nicht daran. Es war so als ob wir gezwungen wurden uns zu verändern. Wir mussten die Songs anders schreiben. Also denke ich es war ein bisschen von beidem. Wir hatten einerseits Kontrolle darüber aber auch andererseits nicht.

RaR-Blog: Welcher Song ist euer persönlicher Lieblingssong vom Album „Paramore“?

Hayley: Ich schwöre, dass sich mein Lieblingssong täglich ändert. Wir haben momentan eine Setlist welche wir auf allen Shows spielen und es noch immer sehr neu für uns. Wir spielen viele Songs das erste Mal auf dieser Tour. Das ist der Grund warum ich mich stetig in Songs wie „Daydreaming“ neu verliebe. Es ist einer von diesen Songs wo ich spüre, dass wir ein wenig erwachsener geworden sind. Den Track zu performen ist wirklich cool und er wird dadurch zu einem meiner Favoriten. Welcher ist dein Lieblingssong? (fragt Tylor)

Taylor: Im Moment ist es „Last Hope“. Ein Lied welches auch auf unserer Setliste steht. Ich verbinde Musik auf einer sehr emotionalen Ebene. Hayley schrieb den Song. Er ist meiner Meinung nach eins der besten den sie je geschrieben hat. Wenn wir den Song performen ist es jeden Abend eine emotionale Erfahrung für mich. Ich denke dies ist mein Favorit.

RaR-Blog: Wie entsteht bei euch ein Song? Ist zuerst der Text oder eher die Musik da?

Hayley: Ich würde sagen, dass wir die Musik immer als erstes fertig haben. Ich liebe es auf diese Art die Texte zu schrieben. Ich mag es die ganze Melodie zu hören und mich davon inspirieren zu lassen sowie von den Beats und dem Rhythmus. Bei diesem Album gibt es aber auch viele Songs bei denen wir mit einer Textzeile angefangen haben. Wir hatten die Idee, dass wir alles um die Vocals herum kreieren. Das war wirklich anders als sonst. Aber ich würde sagen normalerweise steht die Musik als erstes.

RaR-Blog: Ihr habt im Studio mit llan Rubin von Nine Inch Nails gearbeitet. Wie war es mit so einem großen Künstler zu arbeiten? Paramore unterscheiden sich im Musikstil ja ziemlich von Nine Inch Nails. Wie kam es dazu?

Hayley WilliamsTaylor: Es ist großartig mit ihm zu arbeiten. Er ist der beste Drummer den ich in meinem Leben je gesehen oder gehört habe. Es ist wirklich cool und wir hatten die Möglichkeit mit ihm zu arbeiten. Unser Produzent Justin Meldal-Johnson hat früher Bass bei Nine Inch Nails gespielt und kannte somit Ilan. Er dachte es würde gut passen. Wir waren wirklich nervös. Wir sind vorher nie ohne unseren eigenen Drummer ins Studio gegangen. Es ist etwas was wir nie vergessen werden. Wir sind so glücklich dass wir die Ehre hatten mit ihm zu arbeiten. Es macht den Eindruck als ob wir Nine Inch Nails verfolgen würden. (lacht) Auf unserer Tour spielte z. B. Josh Freese bei einem Konzert mit uns. Wir versuchen halt die Runde zu machen und mal mit jedem Bandmitglied gemeinsam zu arbeiten.

Hayley: Gib uns nur etwas Zeit. Wir bekommen sie alle! Trent wird unser Backup-Sänger. (lacht)

RaR-Blog: Wenn ihr euch einen Künstler (tot oder lebendig) aussuchen könntet, mit wem würdet ihr gerne mal arbeiten?

Taylor YorkHayley: Das ist eine gute Frage. Ich liebe die alten Standards wie Johnny Cash oder Elvis. Ich mag diese Musik. Ich mag die ganze Ära von den 50ern und 60ern als Rhythm und Blues mit Rock’n’Roll vermischt wurde.

Taylor: Es wäre cool einst mit Mozart oder Beethoven zu arbeiten. Das waren einfach ganz andere Zeiten, zwei verschiedene Welten. Ich denke die sind für so viel verantwortlich. Sie haben etwas kreiert, was vorher noch nie gemacht worden ist. Sie wurden nicht von etwas inspiriert was vor ihnen war.

RaR-Blog: Ihr habt dieses Jahr bei Rock am Ring gespielt? Wie war das für euch?

Hayley: Rock am Ring war so riesig. Wir konnten nicht einmal das Ende des Publikums sehen. Wir standen sehr unter Druck aber damit können wir gut umgehen. Wir waren nervös. Es war wie eine Explosion. Es hat sehr viel Spaß gemacht.

RaR-Blog: Hattet ihr Zeit andere Bands zu sehen?

Hayley: Ja, ein wenig. Ihr (zeigt auf Taylor) habt mehr bei Rock am Ring gesehen. Ich sah mehr bei Rock im Park.

Taylor: Ja wir haben uns Korn angeschaut. Es war großartig.

Hayley: Keiner von uns hatte jemals Korn gesehen und es war großartig. Es hat richtig Spaß gemacht. Es war verrückt.

 

Interview als Video

 

Bilder sowie einen Konzertbericht des Paramore-Gigs in Düsseldorf gibt es hier



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