CD-Kritik: Gloria – Gloria

30. September 2013 0
CD-Kritik: Gloria – Gloria
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Bereits bei der Rock am Ring Jubiläumsausgabe 2010 bekamen die Ringrocker eine Darbietung der Gesangskünste von Klaas Heufer-Umlauf, der unfreiwillig auf der Centerstage den Song „Angel“ von Robbie Williams performen musste. Drei Jahre später veröffentlicht nun die ProSieben-Ulknudel zusammen mit dem Wir Sind Helden-Gitarrist Mark Tavassol unter dem Namen „Gloria“ das gleichnamige Debütalbum. Doch wie kam es überhaupt zu dieser Zusammenarbeit?

Die beiden trafen sich erstmals bei einem gemeinsamen MTV-Auftritt 2006. Kurze Zeit später schmuggelte sich der Klaas bei einem Auftritt von Wir Sind Helden beim Musikpreis „Comet“ im Superman-Kostüm auf die Bühne. Ein Gig der beiden noch lange in Erinnerung blieb. Nach einigen privaten Treffen in Hamburg, ein paar gepflegte Unterhaltungen über Musik und einige Bierchen starteten die beiden 2008 dann zum Spaß die ersten gemeinsamen Sessions. Manche Songs kamen den beiden zugeflogen, an anderen wurde lange herumgedoktert. Die Idee zusammen eine Platte für die Öffentlichkeit zu produzieren kam den beiden jedoch erst drei Jahre später als sie merkten wie gut ihre Songs doch waren. Das Ergebnis heißt „Gloria“.

Wer jetzt jedoch auf spaßige Texte à la Circus HalliGalli hofft wird enttäuscht. Die Platte ist sehr melancholisch gehalten und beinhaltet tiefsinnige deutsche Texte. Ein perfekter Soundtrack für die kalten Herbst- und Wintertage. Als Opener dient der dramatische Song „Warten“, der gleichzeitig auch als Debütsingle diente. Weiter enthalten sind neben dem auch schon im Vorfeld veröffentlichten Song „Eigenes Berlin“ acht weitere grandios ehrliche Tracks. Die Texte machen den Hörer nachdenklich, teilweise sogar beachtlich betroffen. Eine erwachsene und zugleich völlig neue Seite, die wir von Klaas Heufer-Umlauf bisher nicht kannte.

Die Platte, die übrigens unter „Grönland“, dem Label von Herbert Gröneymeier, veröffentlicht wurde, ist in sich mehr als Stimmig und zählt für uns eindeutig zu einer der besten deutschsprachigen Alben des Jahres. Mit ihrem poppigen Sound, gefüttert mit typischen britischen und amerikanischen Gitarrenriffs sind Gloria schon jetzt eine Bereicherung für die deutsche Musiklandschaft. Gewünscht hätten wir uns dennoch ein Gastauftritt von Buddy und Songwriter Olli Schulz, den wir leider schmerzlich vermissen. In den Danksagungen findet man jedoch mit Judith Holoferenes (Frontfrau von Wir Sind Helden), Jens Fricke (Gitarrist der Band von Gisbert zu Knyphausen) oder Jessica McIntyre (Sängerin und Schauspielern u. a. zu sehen in „Wo ist Fred?“ und „Blutzbrüdaz“) trotzdem einige bekannte Namen, die bei der Produktion sicherlich einen gewissen Teil beigetragen haben.

Gloria“ ist keineswegs eine Sammlung von gestrichenen Wir Sind Helden-Titeln die es nie auf einem Album geschafft haben. Alles Songs sind neu und gemeinsam für dieses Projekt entstanden. Sie spiegeln nicht nur die Vielfältigkeit der beiden Künstler wieder sondern beweisen zudem auch ihren hervorragenden Musikgeschmack. Im November und Dezember werden die Tracks erstmals auf ihrer ersten eigenen Clubtour vor Publikum gespielt. Tickets gibt es im Vorverkauf bei eventim oder in unserem Ticket-Shop. Das Debütalbum „Gloria“ ist für alle Fans von melancholischer deutschsprachiger Musik mehr als nur ein Geheimtipp!

Gloria - Gloria

Gloria – Gloria

Tracklist

01. Warten
02. Gute Nacht, Bis Morgen
03. Zu Vage
04. Eigenes Berlin
05. Regen
06. Heute Du
07. Wie Sehr Wir Leuchten
08. Solange Du Mich Lässt
09. Endlich Kombinieren
10. Die Zeit Ist Um

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