Review: Rock im Sektor 2015

7. September 2015 0
Review: Rock im Sektor 2015
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Energisch und kraftvoll feierten 25 000 musikbegeisterte Fans vergangenen Samstag die Premiere von Rock im Sektor in der Düsseldorfer ESPRIT arena – Wir waren für euch dabei!

Wenn man darüber nachdenkt wird man schon etwas sentimental. Machen wir uns nichts vor: Die Festivalsaison 2015 liegt wohl nun endgültig hinter uns! Aber was gibt es schöneres als diesen Abschluss lautstark und mit vielen Menschen zu feiern? Das neue 1-Tagesfestival Rock im Sektor aus dem Hause MLK setzte am Samstag den Schlusspunkt einer tollen Festivalsaison 2015.

TurbostaatMit Acts wie Broilers, Kraftklub und dem Headliner Linkin Park wurde dieser Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Schon relativ früh versammelten sich viele Fans in der Halle um die erste Band Turbostaat nicht zu verpassen. Es ist wohl kein Geheimnis das wir die Flensburger sehr schätzen und ihre Songs überaus genial finden. Die Punkrockband aus dem Norden setzte gleich am Anfang mit ihrem Auftritt ein dickes Ausrufezeichen.

Fort MinorWeiter ging es mit Irie Révoltés, die einen bunten Mix aus Hiphop, Reggae in Französisch und Deutsch boten. Die 9-köpfige Band war sehr stimmungsvoll und konnte die Fans begeistern. Auch wenn der Gig sehr viel Spaß machte musste es auch einmal ernst werden als es um die aktuelle Flüchtlingsdiskussion ging. An dieser wie auch an vielen anderen Stellen am gesamten Abend verteilt wurden von den Fans vor der Bühne Schilder mit der Aufschrift „Refugees Welcome“ hochgehalten – ein tolles Zeichen!

Mit Fort Minor schaute dann für knappe 20 Minuten mit Mike Shinoda bereits ein Mitglied des Headliners Linkin Park auf der Bühne vorbei. Mit seinem Hiphop-Soloprojekt heize er die Menge richtig ein und konnte vorab bereits einen Blick auf´s Publikum erhaschen bevor er als Hauptact später abermals die Stage betrat.

KraftklubMit Kraftklub folgte dann eine feste Größe im diesjährigen Festivalsommer. Für die Jungs aus Karl-Marx-Stadt war der Auftritt bei Rock im Sektor der letzte Stop ihrer Sommersause. Mit Songs wie „Ich will nicht nach Berlin“, „Schüsse in die Luft“ oder „Songs für Liam“ verabschiedeten sie sich feierlich von der diesjährigen Festivalsause.

Auch bei den Broilers floss das ein oder andere Tränchen. Denn ihr Auftritt bei Rock im Sektor war nicht nur der letzte ihrer „Noir Beach Club- Tour“ sondern zugleich auch der letzte vor einer längeren Pause, denn Frontmann Sammy verabschiedete sich für die nächsten „Ein, zwei, drei oder vier Jahre“. BroilersDer Veranstaltungsort dieses Gigs konnte nicht passender gewählt werden, denn die Band hatte in Düsseldorf ein Heimspiel. Logisch das hier Songs wie „Ist da jemand?“, „Tanzt du noch einmal mit mir?“ oder „Meine Sache“ von den Fans wie aus einem Mund mitgesungen wurden. Emotional wurde es zudem bei dem Song „Ich will hier nicht sein“ der eindrucksvoll die Lage eines Flüchtlings beschreibt. Mit diesem Lied trafen die Düsseldorfer den Nagel auf dem Kopf.

Nun folgte aber der Headliner des Abends. Als Chester Bennington und seine Bandkollegen gegen 21 Uhr die Bühne betraten wurde es schlagartig laut. Mit einem Mix aus Hits sowie neuen und alten Liedern überzeugten Linkin Park auf ganzer Linie. 105 Minuten pure Energie schallten von der Stage in Richtung Zuschauerränge. Ein toller Abend ging mit einem würdigen Headliner zu Ende.

Linkin ParkDer Mix von vielen unterschiedlichen Musikrichtungen erfüllte an diesem Konzerttag mehr als nur seinen Zweck.  Das Line Up hatte wirklich für jeden Geschmack etwas zu bieten, auch wenn man klar sagen muss, dass die meisten Besucher wohl für Linkin Park den Weg in das Stadion gefunden haben. Trotzdem war die Stimmung hervorragend. Einen kleinen Kritikpunkt muss sich das Festival jedoch trotzdem gefallen lassen. Leider wurden nur die Broilers und Linkin Park auf den Videoscreens an der Seite der Bühne übertragen. Eine Übertragen hätten wir uns für die Zuschauer in den hinteren Bereichen auch bei den weiteren drei Acts gewünscht. Weiter gab es in dem Stadion leider viel zu wenig Merchstände, die man im Umlauf der Arena suchen musste und die für die Fans in FOS-Bereich nicht optimal erreichbar waren. Im Ganzen war es jedoch eine gelungene Premiere von Rock im Sektor in der Rheinmetropole. Auch die Organisation war gut durchdacht, sodass es auch bei der Abreise zu keinerlei Problemen kam. Rock im Sektor rundete eine tolle Festivalsaison ab. Wir sind gespannt welche Entwicklung das Festival in den nächsten Jahren macht und freuen uns auf weitere Ausgaben!

 

Fotos

Linkin Park

Broilers

Kraftklub

Fort Minor

Irie Révoltés

Turbostaat

Impressionen

Setlists

Linkin Park
01. Papercut
02. Given Up
03. Rebellion
04. Points of Authority
05. One Step Closer
06. A Line in the Sand
07. From the Inside Runaway
08. Wastelands
09. Castle of Glass
10. Leave Out All the Rest / Shadow of the Day / Iridescent
11. Robot Boy
12. New Divide
13. Breaking the Habit
14. Darker Than Blood (Steve Aoki Cover)
15. Burn It Down
16. Final Masquerade
17. Remember the Name (Fort Minor Cover)
18. Welcome (Fort Minor Cover)
19. Numb
20. In the End
21. Faint
22. Waiting for the End
23. What I’ve Done
24. Bleed It Out
Broilers
01. Zurück zum Beton
02. In 80 Tagen um die Welt
03. Wo es hingeht
04. Ist da jemand?
05. Harter Weg (Go!)
06. Ruby Light & Dark
07. Tanzt du noch einmal mit mir?
08. Nur die Nacht weiß
09. Ich brenn‘
10. Wie weit wir gehen
11.Zusammen (Slime Cover)
12. Ich will hier nicht sein
13. Held in unserer Mitte
14. 33 rpm
15. Nur nach vorne gehen
16. Meine Sache
17. Blume
Kraftklub
01. Für immer
02. Eure Mädchen
03. Ich will nicht nach Berlin
04. Alles wegen dir
05. Irgendeine Nummer
06. Unsere Fans
07. Karl-Marx-Stadt
08. Wie ich
09. Scheissindiedisko
10. Deine Gang
11. Blau
12. Schüsse in die Luft
13. Randale
14. Songs für Liam
Fort Minor
01. Petrified
02. In Stereo
03. It’s Goin‘ Down (X-Ecutioners Cover)
04. Cigarettes Until It Breaks (Linkin Park Cover)
05. Where’d You Go High Voltage (Linkin Park Cover)
06. High Road Believe Me
Irie Révoltés
01. Ruhe vor dem Sturm
02. Citoyen du monde
03. Il est là
04. Travailler
05. Stopper
06. Antifaschist
07. Fäuste hoch
08. Résisdanse
09. Allez!
10. Explosion

 



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