Weitere Partner nehmen Abstand vom With Full Force Festival

15. Februar 2013 7
Weitere Partner nehmen Abstand vom With Full Force Festival
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Erst gestern berichteten wir darüber, dass Visions die Präsentation des With Full Force Festival, nach der Bestätigung von Frei.Wild, zurückgezogen hat. Mittlerweile haben mit Jägermeister, Festivalguide und dem Tätowier Magazin weitere Sponsoren die Reißleine gezogen und die Zusammenarbeit bis auf weiteres zurückgezogen. Die Festivalguide-Redaktion hat zudem heute eine umfangreiche Stellungnahme zu ihrer Entscheidung veröffentlicht. Darin stellt man den Verantwortlichen ein Ultimatum bis Montag, da einige Fragen noch öffen stünden. Die Entscheidung der Redaktion ließt sich aber mehr als deutlich: Eine With Full Force-Ausgabe mit Frei.Wild würde gleichzeitig eine Ausgabe ohne Festivalguide bedeuten. Klar ist auch, dass dem Festival mehr und mehr die Sponsoren weglaufen. Dies bedeutet natürlich im Umkehrschluss auch weniger Einnahmen. Wir sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen und bleiben natürlich am Ball!

Offizielle Mitteilung

Liebe Leser,

das With Full Force Festival hat sowohl die Band Frei.Wild als auch die Band Unantastbar in ihr diesjähriges Line-up aufgenommen. Beiden Bands gehören Musiker an, die ehemals in der Band Kaiserjäger gespielt haben, die dem Rechtsrock zugeordnet wird. Frei.Wild kommen aus Südtirol, ihre Texte beinhalten mit reichlich Pathos vorgetragene Blut-und-Boden-Romantik. Ihr Sänger gehörte bis zum 2. Oktober 2008 der rechtspopulistischen deutschsprachigen Minderheitenpartei Die Freiheitlichen an. Mittlerweile erklärt sich die Band als unpolitisch und versucht sich vom Extremismus zu distanzieren. Doch diese unreflektierte Selbsteinschätzung ist für uns ebenso unerheblich wie die Tatsache, von welchen politischen Gruppen die Band zur Beschallung ihrer Veranstaltungen genutzt wird. Wir teilen allerdings die Einschätzung, dass Frei.Wild klassische Rechtsrockthemen für den Mainstream tauglich machen (siehe die von der Band Jupiter Jones in der ZDF-Sendung „aspekte“ angestoßene Debatte am 30. November 2012).

In vielerlei Hinsicht erinnert die Geschichte von Frei.Wild an die der Böhsen Onkelz. Nicht zuletzt sind die Südtiroler bekennende Fans der Böhsen Onkelz und ähnlich wie ihre Vorbilder profitieren sie von ihrem Katz-und-Maus-Spiel mit Medien und politisch reflektiert denkenden Musikfans. Die daraus resultierende „Gehasst, verdammt, vergöttert“-Outlaw-Attitüde macht sie in den Augen ihrer Anhänger zu Märtyrern, die mit ungebremsten Eifer auf jeden Kritiker losgehen. Wir wollten es von jeher eigentlich vermeiden, dieser Band auf diesem Weg den Steigbügel zu halten. Wir können sowohl auf den affirmativen Applaus als auch auf den sich sicherlich lohnenden Traffic durch aufgebrachte Frei.Wild-Fans verzichten. Wir wollen nicht, dass diese Band noch mehr Aufmerksamkeit erhält. Sie ist nicht zuletzt musikalisch ohne Bedeutung, das zu allem Überfluss. Unser Wunsch wäre ganz klar, dass man diese Band in die Bedeutungslosigkeit zurückstößt, in die sie gehört. Allerdings sind wir Präsentatoren des With Full Force und wurden als solche aufgrund der jüngsten Debatte wiederholt um eine Stellungnahme gebeten.

Da wir nicht gezwungen werden möchten, eine Entscheidung der Veranstalter zu erklären, vor der wir selber mit Fassungslosigkeit stehen, haben wir ihnen vier Fragen gestellt, die wir uns selber stellen. Da sich die Veranstalter selber im Moment allerdings nicht in der Lage sehen, unsere Fragen zu beantworten, werden wir ihnen noch Zeit bis Montag geben, um sich zu erklären. Abhängend davon und den weiteren Schritten der Veranstalter werden wir entscheiden, wie wir weiter vorgehen. Das With Full Force und der Festivalguide haben eine gemeinsame Geschichte und das Schicksal und der Charakter der Veranstaltung liegen uns am Herzen. Wir möchten das With Full Force auf gar keinen Fall als Tummelplatz rechtspopulistischen Gedankenguts sehen und bleiben daher bis auf weiteres im Dialog. Bis auf weiteres wird unsere Präsentation allerdings ruhen. Wir stehen zum With Full Force – allerdings nur ohne Frei.Wild.

Die Festivalguide-Redaktion

Quelle: festivalguide.de

7 Comments »

  1. Johannes Müller 15. Februar 2013 um 14:50 - Reply

    Ich weis nicht was die für ein Problem haben. Würden die sich mit den Texten beschäftigen würden sie merken das es nicht so ist wies hingestellt wird!

  2. Dennis Dziallas 15. Februar 2013 um 15:04 - Reply

    Etwas lächerlich langsam -.-

  3. Jan Lange 15. Februar 2013 um 15:12 - Reply

    Was heißt denn hier lächerlich und das es nicht stimmt?
    Also frei.wild selber muss ja nicht rechts sein ja das stimmt aber wenn ich NPD-Funktionäre reden höre die sagen das frei.wild vielleich nicht zu 100% aber zu 80% deren meinung ist und das es ja toll ist das ihre werte transportieren muss ich kotzen!

  4. Hannes Blind 15. Februar 2013 um 15:59 - Reply
  5. Jan Grün 15. Februar 2013 um 17:02 - Reply

    Was kann Frei.Wild dafür dass deren Lieder von NPD leuten gehört werden??

    RICHTIG! GARNIX !

    Haltet euch nicht die augen zu und shreibt was Medien schreiben! Scheiss Moralfags!

  6. Tim X Nowos 15. Februar 2013 um 17:26 - Reply

    Nur wegen dem Drecks Freiwild Shit!!!

  7. Jonathan Melzer 15. Februar 2013 um 17:32 - Reply

    freiwild hat genug mit der npd zu schaffen da sie selbst in ihren texten davon reden das sie ihr land für sich haben wollen! ganz ehrlich und mit 3 akkorden macht man auch keine musik weil mehr ist es wirklich nicht! die hatten bloß glück das die onkels weg vom fenster waren und dass sie dann in ihre fußstapfen treten konnten!

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